05.02.2010
05.02.2010
29.01.2010
Berufsbild: Panzerfahrer in Österreich
Die Präzision, mit der die Macher dieses Kurzfilms österreichische Alltagssituationen einzufangen verstehen, setzt Maßstäbe.
28.01.2010
Der Doc ist wieder fit.
25.01.2010
Der Doc ist erkältet…
Gelegentlich wird Dr. Micebase daran erinnert, dass er sterblich ist. In der Nacht zu Sonntag schlich jemand in sein Zimmer und goß ihm Beton in die Nasennebenhöhlen. Gestern wurden alle gängigen Hausmittel bemüht, heute morgen um 6 klingelte der Wecker, 7.15 Uhr rauschte der Zug an. Doch oh weh, wie sah Dr. Micebase aus? Die Nase entzündet, die Augen blutrot und geschwollen, wodurch sich die Zuginsassen hervorragend auf die schwarzen Augenringe konzentrieren konnten.
Kranke Menschen sind von der Gesellschaft gehasste Würmer. Jeder hat selbst mindestens eine Situation im öffentlichen Nahverkehr erlebt, die beweist, wie furchtbar kranke Menschen sind. Ein Fahrgast muss nur mal im Bus husten, schon sprinten die anderen nach hinten zu den kleinen Aufklappfenstern und versuchen, ihre Münder hindurchzustecken. “Luft! Luft!” rufen sie den Passanten zu. Hier hat jemand Tuberkulose. Übertrieben? Überhaupt nicht.
Dr. Micebase sah entgegen seiner Gewohnheiten heute morgen extrem schlecht aus. Als wäre das nicht schlimm genug, hatte er eine sehr gewissenhafte Schaffnerin erwischt.”Fällt Ihnen etwas an ihrem Fahrschein auf?” fragte sie. Ööhm… Dr. Micebase schaute durch seine kleinen Sehschlitze und drehte das Sachsen-Ticket hin und her, dann wendete er sich an die Kontrollörin: “Es wäre spitze, wenn Sie sich verpissen.” antwortete er nicht, denn hat er eine hervorragende Erziehung genossen. Er sagte “Nein.”
“Der gilt erst ab 9 Uhr.” Ach was. Dr. Micebase schaute auf seine Rolex. Halb acht. Na sowas. Da passt ja noch ein ganzes Fussballspiel dazwischen. “Geben Sie mal bitte Ihren Ausweis.” Während der Doc kurz darauf eine Zahlungsaufforderung über 40 Euro entgegennahm, schauten ihn die anderen Fahrgäste so geringschätzig an, dass er am liebsten geweint hätte. Nichts ist armseliger, als ein Fahrgast ohne gültigen Fahrschein.
An solchen Tagen möchte der Doc am liebsten in Nährlösung eintauchen und erst wieder aufwachen, wenn alle dummen Menschen ausgerottet sind. Erstmal tröstet er sich aber mit einem unfassbar niedlichen Tierbildchen und schläft sich gesund.
17.01.2010
Berufsbild: Deo-Tester
17.01.2010
Dr. Micebase begrüßt die Schneeschmelze.
Erst fiel die weiße Pracht wochenlang vom Himmel, jetzt taut sie. Das ist kein ungewöhnlicher Vorgang bei Plusgraden. Doktor Micebase ging dieser Schnee zuletzt dermaßen auf die Nerven, weil das öffentliche Leben wie gelähmt war. Man konnte ja keinen geraden Schritt machen, weil sich ständig der Untergrund änderte.
Nicht nur einmal ist es dem Doc passiert, dass er gedankenversunken durch seine Heimatstadt lief und vor ihm eine schöne Frau in Stiefelettos umknickte. Dann weinte sie bitterlich. Anfangs hob Dr. Micebase diese Frauen noch auf, stellte sie auf die Beine und spendete Trost. Später umlief er sie nur noch wie Slalomstangen.
Was ihn aber noch viel mehr an diesen Schneemassen ärgerte, war die unterschiedliche Bereitschaft der Hausbesitzer, den Gehweg vor ihren Häusern zu räumen. Auf einer lächerlich kurzen Strecke konnte es passieren, dass vor einer Hauswand in allerbester Manier geräumt und gesalzen war, man wunderbar vorankam und dem Hausbesitzer winkte, der sich zum Wohle der Passanten aus dem Dachfenster lehnte und Eiszapfen wegföhnte, während sich keine zehn Meter weiter der Schnee türmte. Hier war es dem Hausbesitzer offensichtlich egal, dass eine alte Frau mit ihrem Gehbänkchen steckengeblieben und erfroren war und aus ihrer Strickmütze ein herabgefallener Eisspeer ragte. Es kann sein, dass der letzte Teil nicht hunderprozentig der Wahrheit entspricht, aber seien wir mal ehrlich…Es wäre doch nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich so ein Unglück ereignet hätte.
Jeder kann sich vorstellen, was dann losgewesen wäre: Der Hausbesitzer träte zügig auf den Gehweg und würde ohne viel Aufhebens Oma und ihr Gehbänkchen unter den Arm klemmen wie eine Rolle Teppich, um in den Keller hinabzusteigen. Schon kämen von links und rechts Passanten mit mahnenden Zeigefingern angeschritten. Es hätte sicherlich auch jemand mit den nötigen Paragrafen im Kopf einen Vortrag gehalten und erklärt, dass ein Hausbesitzer verpflichtet sei, seinen Teil des Gehweges von Eis und Schnee zu befreien. Dem Hausbesitzer wäre es an den Kragen gegangen und den Angehörigen der Oma heisse Tränen über die Wangen geschossen. Nur dem vorbeilaufenden Dr. Micebase, den sein neugegründeter italienischer Fanclub “dottore di ricerca micebase” nennt, wäre das egal gewesen. Dem ist alles egal. Der ist Nihilist.
14.01.2010
Vorgestellt: Rettungsschwimmer in Thailand
Leider genießt der Beruf des Rettungsschwimmers in strukturschwachen asiatischen Ländern nicht den Stellenwert, den er in Deutschland hat. Dabei sind die Voraussetzungen, die ein männlicher Bewerber mitbringen muss, wahrlich keine Hürde. Er muss in guter körperlicher Verfassung sein und passabel schwimmen können. Wichtig ist darüber hinaus eine gut sichtbare Tripperpfeife.
14.01.2010
“Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.”
In seinem Inneren ist Dr. Micebase ein schrecklich unkonzentrierter Mensch. Nie schafft er es, sich nur auf eine Sache zu versteifen. “Na und? Das interessiert doch kein Schwein.”, ruft es ihm entgegen. “Gib uns leichtverdauliches und anzügliches Amüsement, damit wir unser spannungsfreies Leben vergessen.”
Nein. Heute nicht. Heute geht es erstmal um Dr. Micebase’ Kopf, dessen Umfang vor einigen Jahren boshafte Mitschülerinnen mittels Filzstift auf der Damentoilette mit einem Einzeiler huldigten. “Dr. Micebase ist ein Wasserkopf.” stand da geschrieben, so wurde es ihm erzählt. Dr. Micebase war zu dieser Zeit 13. Ihm hat das sehr weh getan. Es stimmte nämlich: Proportional war das Verhältnis zwischen Körper und Schädel nicht. Heute ist das anders. Sein Körper hat sich entwickelt. Auf Damentoiletten stehen jetzt Dinge wie
“mein herz zerbricht, doktor micebase,
denn ich denk’ selbst hier an diesem stinkenden place
nur an dein hübsch geschnittenes face.”
Á propos Toilette: Noch nie wurde auf micebase.de erklärt, dass der Doc einen klaren und nahezu geruchlosen Urin hat, den er sofort wieder ins Trinkwassernetz einspeisen könnte.. Der Grund? Er trinkt kannenweise Kamillentee. Viele stöhnen “Uuuargh, Kamillentee. Das erinnert mich immer an Krankheit.”. Jeder hat auch immer gleich eine Kamillenteegeschichte parat: Dr. Micebase’ Favorit wurde ihm heute erzählt. Ein Bekannter litt schon als Jugendlicher unter Vorhautverengung und dem regelmäßigen Verwachsen des schmalen Bändchens unterhalb der Eichel mit dem restlichen Penis.
Der Gang zum Arzt war unvermeidlich und dieser war nicht zimperlich und kam ohne örtliche Betäubung aus. “Ich ziehe das jetzt schnell nach unten, das könnte etwas weh tun.”
…ratttsch. Blut, Tränen, schlechte Laune. Später musste der Bekannte die Wunde in eine Tasse Kamillentee hängen, weswegen diese Sorte Tee noch heute nicht seine favorisierte ist. Die vom Doc hingegen schon.
Das alles hat mit dem Textanfang nur insofern etwas zu tun, als das der Doc nachgewiesen hat, dass er nicht imstande ist, für eine gewisse Zeit auf ein Ergebnis zu achten.
10.01.2010
Dr. Micebase sensibilisiert.
Leider leidet das asoziale netzwerk unter einer temporären Beitragsarmut. Dr. Micebase hat sich entschlossen, es mit einem kleinen Video zu probieren. Videos verlangen nicht viel vom Betrachter und lassen den Verfasser in einem guten Licht stehen…hier sitzt jemand und postet coole Dinge, die viele Besucher vorher nicht gesehen haben, weil sie tagein tagaus Schnittenbilder und welche von Guido Westerwelle suchen. Wenn man Guido Westerwelle in der google-Bildersuche eingibt, steht Dr. Micebase’ Schnappschuss übrigens auf Platz vier. Dr. Micebase hebt deshalb aber nicht ab.
Eigentlich verwahrt sich der Doc vor dieser Jagd nach schnellen Video-Lachern. Ein bisschen Substanz müssen die Beiträge schon haben. Wichtig sind ihm vor allem Sozialstudien und Reportagen über das Prekariat und die Aufklärung versnobter Akademiker. Nur durch wieder und immer wiederkehrende Einblicke in die Gepflogenheiten unterer Schichten können jene für dieses Thema sensibilisiert werden.
Hier also eine wahre Geschichte, die sich im September zutrug:
Zwei Männer aus Neuss tranken den ganzen Tag Bier. Der eine schlief betrunken auf dem Sofa ein, der andere öffnete ihm betrunken die Hose und spielte mit seinem Penis. Wütend darüber, dass der Schlafende keine Erektion bekam, drehte er “ihm den Hodensack mehrmals um, bis der aufriss. Dann nahm er die Hoden, schleuderte sie aus dem Fenster.”, so der Staatsanwalt.
Die Polizei konnte später die Hoden auf dem Dach sicherstellen. Sie lagen im Schneefang.
Puh.
03.01.2010
katz & goldt
Gut, der letzte Text endete etwas verstörend. Zur Aufheiterung gibt es einen hervorragenden Katz&Goldt-Comic.



